Information für Patienten

 

 

Informationen zur nuklearmedizinischen Gelenktherapie* (Radiosynoviorthese)

Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient, diese Information soll Ihnen einen Überblick geben über die notwendige Voruntersuchung (Diagnostik) und die Behandlung (Therapie).

Voruntersuchung
Radiosynoviorthese allgemein
Radiosynoviorthese- Durchführung
Radiosynoviorthese- Vor- und Nachteile

Voruntersuchung

Nuklearmedizinische Untersuchung:

Zur Überprüfung der Indikation und zur Planung und Dosisabschätzung vor der Radiosynoviorthese ist in der Regel eine Gelenkszintigraphie erforderlich, die in Form der sogenannten Weichteilszintigraphie der Gelenke durchgeführt wird.

Für die Planung einer Radiosynoviorthese ist diese Diagnostik meist unverzichtbar, da damit Gelenkentzündungen (Arthritis) hochempfindlich nachgewiesen werden können, oft sogar schon Monate vor Beginn spürbarer Beschwerden und röntgenologisch sichtbarer Veränderungen. Diese Weichteilszintigraphie der Gelenke muss manchmal


Weichteilszintigramm: Schleimhautentzündung des rechten Kniegelenkes bei aktivierter Arthrose
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ergänzt werden durch zusätzliche, spätere Aufnahmen (Skelettszintigraphie).Diese sogenannte Zweiphasenszintigraphie kann vor allem bei Gelenkverschleiß (Arthrose) wichtig sein: Damit kann am besten zwischen entzündlicher (Arthritis) und knöchern-degenerativer (Arthrose) Komponente unterschieden werden, abgesehen von oft wertvollen zusätzlichen Informationen.

Vorgehen: Sie bekommen eine intravenöse Injektion einer radioaktiv markierten Substanz, die eine nur minimale Strahlenbelastung bedeutet. Nach einigen Minuten werden dann mit einer Gammakamera Aufnahmen (= Szintigramme) von den erkrankten Gelenken angefertigt (Dauer ca. 15-30 Minuten).

Oft ist der szintigraphische Untersuchungsteil hiermit beendet. Wird noch die Skelettszintigraphie angeschlossen, haben Sie eine Pause von c. 2-3 Stunden, nach der dann Aufnahmen ("Spätaufnahmen") vom Skelett- bzw. Gelenksystem angefertigt werden (Dauer ca. 30-45 Minuten). Da kaum ein Patient mit dem anderen vergleichbar ist, wird das Untersuchungsprogramm jeweils den individuellen Bedürfnissen angepasst.

 

Ultraschalluntersuchung (Sonographie):

 

Häufig wird eine Ultraschalluntersuchung der/des betroffenen Gelenke(s) durchgeführt, immer jedoch bei Kniegelenkserkrankungen.


Ultraschall: Kniegelenkerguss mit Schleimhautwucherung bei chronischer Polyarthritis
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Damit lassen sich z.B. Gelenkergüsse, krankhafte Anschwellungen der Gelenkschleimhaut und Ausstülpungen der Gelenkhöhle (z. B. Bakerzyste in der Kniekehle) feststellen.

 

Ausführliche Besprechung:

Nachdem Sie Ihre Angaben zum Krankheitsverlauf und Ihre Beschwerden vorgetragen haben und möglichst auch - soweit Sie darüber verfügen - Röntgenaufnahmen und frühere Krankenberichte zur Einsicht vorliegen, werden in einem persönlichen Gespräch mit Ihnen die Befunde erörtert und die nuklearmedizinischen Behandlungsmöglichkeiten besprochen.
Nach Ihrer Unterschrift unter die Einverständniserklärung wird der Behandlungstermin vereinbart.

 

 

* Diese Informationen entsprechen der vierseitigen Aufklärung für Patienten der Gemeinschaftspraxis Prof. Dr. G. Mödder, W. Mütter, Dr.B.Boddenberg-Pätzold, Dr. M. Göhring, Dr. B. von Einem/ Köln

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Stand: 11. Februar 2003