Information für Patienten
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Informationen zur nuklearmedizinischen Gelenktherapie* (Radiosynoviorthese)Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient, diese Information soll Ihnen einen Überblick geben über die notwendige Voruntersuchung (Diagnostik) und die Behandlung (Therapie). Voruntersuchung Radiosynoviorthese- Vor- und NachteileGibt es mögliche Nachteile der Radiosynoviorthese? Jede Wirkung kann prinzipiell mit Nebenwirkungen verbunden sein.
Wie ist die Strahlenbelastung? Die Strahlenbelastung beschränkt sich nahezu ausschließlich auf die kranke Gelenkschleimhaut, die ja erklärtermaßen Zielobjekt ist. Aus einer schmerzhaft entzündlich verdickten Schleimhaut soll eine eher schwartenartige, unempfindliche Schleimhaut werden. Das angrenzende Gewebe wird nicht geschädigt. Wegen der sehr kurzen Reichweite der Strahlung und der Tatsache, dass die Substanzen in der Gelenkhöhle verbleiben und nicht über das Blut abtransportiert oder im Urin ausgeschieden werden, werden gelenkferne Körpergegenden überhaupt nicht betroffen. Das ist auch der Grund, weshalb diese Behandlung und im Anschluss daran ohne jegliche Strahlenschutzmassnahmen für den Patienten oder seine Umgebung durchgeführt werden kann.
Was sind die Vorteile der Radiosynoviorthese? Abgesehen von der etwas zeitaufwendigen, aber notwendigen Voruntersuchung ist die eigentliche Therapie ein relativ kleiner Eingriff. Eine Rehabilitation wie nach einer Operation ist nicht notwendig. Die Therapie ist auch bei Patienten mit sehr hohem Operationsrisiko möglich. Mehrere Gelenke können in kürzeren Zeitabständen behandelt werden. Bei nicht ausreichender Wirksamkeit kann die Therapie wiederholt werden, durchaus auch mehrfach. Dies kann vorkommen bei schon weit fortgeschrittenen krankhaften Veränderungen. Gewöhnlich reicht eine einmalige Behandlung eines Gelenks. Vor wenigen Jahren noch war für diese Therapie ein mehrtägiger Krankenhausaufenthalt in einer nuklearmedizinischen Spezialstation vorgeschrieben. Aufgrund der langjährigen Erfahrung von Prof. Dr. Mödder (seit 1972) auf solchen Spezialstationen und der Bereitstellung der nuklearmedizinischen Voraussetzungen in unserer 1991 gegründeten Spezialpraxis wurde ihm die Genehmigung erteilt, die Radiosynoviorthese erstmals ambulant durchzuführen. Wenn Sie weitere Fragen haben, haben Sie Gelegenheit, diese ausführlich mit uns zu besprechen. Anmerkung: Sollten Sie mehr Informationen zu nuklearmedizinischer Diagnostik und Therapie sowie zu Strahlenbelastung, Strahlenschutz etc. wünschen, empfiehlt sich die Lektüre des von Prof. Dr. G. Mödder für Laien geschriebenen (leider vergriffenen) Buches "Leben mit Strahlen - Risiken und Chancen der Radioaktivität", das in einigen Exemplaren in den Wartezonen ausliegt. * Diese Informationen entsprechen der vierseitigen Aufklärung für Patienten der Gemeinschaftspraxis Prof. Dr. G. Mödder, W. Mütter, Dr.B.Boddenberg-Pätzold, Dr. M. Göhring, Dr. B. von Einem/ Köln
FRAGEN VON PATIENTEN Im Folgenden werden spezielle Fragen von Patienten mit allgemeinem Interesse beantwortet. Thema/Stichwort: Fingerpolyarthrose: Frage: Mir wurde bisher erklärt, die Erkrankung schreite fort und sei nicht zu stoppen. Gibt es tatsächlich keine Möglichkeit? Was ist von der Radiosynoviorthese zu halten? Die Frage Warm- oder Kaltbehandlung ist mir nicht klar. Antwort: Die Fingerpolyarthrose (FP) wurde erstmals 1803 von Heberden beschrieben, und seitdem weiß man kaum mehr über diese Erkrankung. Ein Orthopäde lernt kaum etwas darüber während seiner Ausbildung, denn kein Patient wird damit stationär aufgenommen. Erst in der Praxis wird der Orthopäde geradezu massenhaft mit diesem Problem konfrontiert. Der Rheumatologe weist Pat. mit FP gewöhnlich ab, denn FP zählt nicht zum Rheuma. Der Fingerchirurg reißt sich ebenfalls nicht um solche Patienten, denn therapeutisch bleibt ihm nur die Versteifung (Arthrodese). Künstliche Gelenke für Fingermittelgelenke (PIP), z.B. Swanson-Prothesen, haben sich nicht bewährt. So erhält der Pat. mit FP meist die Auskunft: "Damit müssen Sie leben." Manche können dies gut, wenn sie lediglich schmerzlose, knotige Gelenkschwellungen haben. Mitunter können die Schmerzen jedoch so intensiv sein, dass sie sogar zur Erwerbsunfähigkeit führen (z.B. bei der erosiven FP nach Crain). Der Begriff "Arthrose" assoziiert die Vorstellung von Verschleiß, also eine degenerative Veränderung der Knorpelstrukturen. Der englische Ausdruck "Osteoarthritis" ist viel zutreffender: Eine Gelenkentzündung (= Arthritis) führt zu knöchernen (osteo = Knochen) Zerstörungen. Knorpelveränderungen induzieren keinen Schmerz, denn Knorpel enthält keine Schmerzfasern oder -rezeptoren, er wird nicht mal durchblutet. Der Schmerz rührt von der Gelenkschleimhautentzündung (Synovialitis) her. Und hier haben wir sehr gute Chancen, mit der Radiosynoviorthese diese zu beseitigen. Die Injektionstechnik verlangt einiges "handwerkliches" Geschick unter (Röntgen-) Durchleuchtungskontrolle. Startseite | Für Patienten | Für Ärzte | Literatur | Links | News | Kontakt | Impressum Verantwortlich für Erstellung
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Dr. med. Gynter Mödder
www.mauseum.de Stand: 11. Februar 2003 |