| Die Radiosynoviorthese (RSO) ist ein nuklearmedizinisches
Verfahren zur Behandlung von entzündlichen Gelenkerkrankungen, also
vor allem von Gelenkrheuma und schmerzhafter Arthrose.
Unter Radiosynoviorthese (RSO) - der Ausdruck wurde 1968 von Delbarre
und Mitarb. geprägt - versteht man die Wiederherstellung bzw. Erneuerung
(Orthese) entzündlich veränderter |
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Gelenkschleimhaut (Synovialis) mit Radionukliden. Durch
Injektion radioaktiver Substanzen direkt in schmerzhaft geschwollene,
bewegungseingeschränkte Gelenke wird versucht, den entzündlichen Gelenkprozess
günstig zu beeinflussen, als nicht invasive Alternative zur chirurgischen
Gelenkschleimhautentfernung (Synovektomie). |
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Die Radiosynoviorthese (RSO) ist ein seit drei Jahrzehnten bewährtes,
wichtiges Instrument zur effizienten Lokalbehandlung chronisch entzündlicher
Gelenkerkrankungen. Als klassische Indikationen gelten: chronische
Polyarthritis, Psoriasisarthritis, Morbus Bechterew mit peripherer
Gelenkbeteiligung, villonoduläre Synovialitis, Haemarthros bei Hämophilie
und rezidivierende Kniegelenksergüsse. Aber auch bei Chondrokalzinose
und vor allem bei aktivierter Arthrose (Osteoarthritis) hat die
Radiosynoviorthese ihren Stellenwert.
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